Wir haben diese Initiative gegründet, weil wir das Verhalten des offiziellen Österreich gegenüber Flüchtlingen nicht länger schweigend hinnehmen wollen

Musik-Flashmob „5 vor 12 für eine menschliche Flüchtlingspolitik“ fordert vor dem Parlament Politikwende

Alle Menschen werden Brüder“: Appell an die Parteien und die neue Regierung

 

Wien – Um unüberhörbar für eine menschliche Flüchtlingspolitik in Österreich einzutreten formierte sich heute 5 vor 12 ein „Musik-Flashmob“ vor dem Parlament. Spontan versammelten sich MusikerInnen und viele Menschen, um gemeinsam die Europahymne ‚Ode an die Freude’ anzustimmen – und sangen: „Alle Menschen werden Brüder“. Mit der Aktion will die Initiative „Gegen Unmenschlichkeit“ schon jetzt gute Stimmung für eine Kehrtwendung in Richtung einer menschlichen Flüchtlingspolitik machen. An dem Flashmob nahmen auch prominente MusikerInnen wie Paul Gulda teil. Der Lehrer und Dirigent Daniel Landau leitete die Performance.

 

„Bei Schiller und Beethoven werden alle Menschen Brüder (und Schwestern). Bei uns in Österreich sind Flüchtlinge allzu oft nicht einmal vollwertige Menschen, wenn sie  Schutz suchen. Wie in Österreich mit ihnen umgegangen wird, ist vielfach schlicht unmenschlich. Erst kürzlich wurden wieder empörende Vorfälle und Übergriffe gegen Hilfesuchende bekannt“, betonte Ernst Löschner, Ex-Bankdirektor und Initiator der Initiative „Gegen Unmenschlichkeit“. „Bei immer mehr Menschen wächst daher der Unmut über die mangelnde Bereitschaft zur Veränderung und die Anbiederung an irrationale Angstparolen. Es ist höchste Zeit für eine menschliche Politik!“

 

„Wie immer unsere zukünftige Bundesregierung zusammengesetzt sein möge nach der Wahl: wir appellieren schon jetzt an die Parteispitzen, sich ganz persönlich ein Bild von der Asylpraxis in Österreich zu machen. Begeben Sie sich in die Situation von Schutzsuchenden und fragen Sie sich: ‚Wie erginge es mir, wenn ich in einer ähnlichen Lage wäre?’“, so Löschner weiter. „Wir haben mit den Spitzen von sieben Parteien korrespondiert. Da wurde uns gesagt, dass Österreich ohnedies im Flüchtlingsbereich ‚vorbildhaft’ seien. Das ist zynisch. Ich möchte deshalb Ulrich Seidl beipflichten, der uns in einem Unterstützungs-Statement schrieb: ‚Wir Österreicher, wir sind auf der Flucht. Wir flüchten vor der eigenen Menschlichkeit.’ Daher: Bitte unterschreiben Sie die Petition ‚Gegen Unmenschlichkeit’“, erklärte Löschner abschließend.

 

Mehr als 20.000 Menschen haben die vom Ex-Bankdirektor Ernst Löschner und vom ORF-Journalisten Michael Kerbler initiierte Petition „Gegen Unmenschlichkeit“ bereits unterschrieben. 15 Hilfs-Organisationen und mehr als 100 prominente Persönlichkeiten tragen die Forderung nach einer grundsätzlichen Überarbeitung der Flüchtlingsgesetzgebung mit. Die Petition kann noch bis 15. Oktober 2013 im Internet unterschrieben werden: http://gegen-unmenschlichkeit.at

Pressefotos in Druckauflösung: © Matthias Schickhofer

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